Die schrillen Töne des Dr. Christoph Eymann

May 25th, 2009 by BAZ-Leserbriefe

Im BaZ-Artikel vom 25.5.09 erhält Regierungsrat Eymann von der Basler Zeitung ausführlich Raum, seine Niederlage betr. Bildungsraum Nordwestschweiz zu beschönigen. Eymann gilt als begnadeter Rhetoriker. Seine Aussagen sind deshalb nicht für bare Münze zu nehmen. Im Folgenden werden einige Eymann-Zitate näher analysiert. Was Eymann mit seinen Äusserungen wirklich meint, weiss nur er selber:

 

„Wir mussten mit kritischen Tönen während des Vernehmlassungsverfahrens rechnen.“

 

Klartext: Kritik ist uns völlig egal. Wir sind die Regierung, wir ziehen diese Reform durch.

 

„Deshalb reden alle mit – und das soll auch so sein.“

 

Klartext: Wir geben in sog. Vernehmlassungen allen die Möglichkeit, sich zu äussern. Wir machen nachher trotzdem was wir wollen, wir sind schliesslich die Regierung.

 

„Wir müssen noch besser informieren.“

 

Klartext: Wir bombardieren die Bevölkerung vermehrt mit Propaganda, bis sie sich einsichtig zeigt. Die von uns bezahlten wissenschaftlichen Evaluationen werden beweisen, dass wir immer richtig liegen.“

 

Wir dürfen allerdings keine Lösung erarbeiten, die sich dem Vorwurf aussetzt, den Volkswillen im Aargau zu missachten.“

 

Klartext: Wenn der Aargau die Basisstufe nicht will, realisieren wir diese halt in den restlichen drei Kantonen.

 

„Darum ist bei mir schon der Wille vorhanden, das Projekt möglichst umfangreich weiterverfolgen zu können.“

 

Klartext: Wir realisieren die Basisstufe auch gegen den Willen der Lehrkräfte beider Basel.

 

„Es verliert niemand seinen Job.“

 

Klartext: Lehrkräfte, die sich gegen unsere Ziele wehren, werden zwangsweise psychiatrisiert. Wer sich nicht psychiatrisieren lassen will, dem kündigen wir wegen schwerer Pflichtverletzung.

 

„Die Gesellschaft wandelt sich heute rasch und verlangt auch ein schnelles Reagieren in der Schule.“

 

Klartext: Die Globalisierung verlangt eine Gesellschaft, die alles glaubt was von oben kommt. Die Volkschule muss daher zur Indoktrinationsanstalt „reformiert“ werden.

 

„Wichtig ist, dass auch die Basis einbezogen wird.“

 

Klartext: Es ist wichtig, dass die Basis glaubt, dass sie einbezogen wird. Sie darf in sog. Vernehmlassungen ihre Meinung abgeben. Wir machen dann aber, was wir wollen. Wir sind schliesslich die Regierung.

 

„Die Lehrerinnen und Lehrer sind mir sehr wichtig, ich habe sie gerne –  bei allen Schwierigkeiten, die sie mir bei meiner beruflichen Auftragslage manchmal machen.“

 

Klartext: Uns sind vor allem die Lehrerinnen und Lehrer wichtig, die sich exakt an unsere Vorgaben halten. Wir haben schliesslich von den Globalisten den Auftrag erhalten, die Volksschule bis zur Zerstörung zu heterogenisieren. Wer brauchbare Bildung will, soll dafür gefälligst an den Privatschulen bezahlen.

 

„Persönlich glaube ich, dass die Basisstufe inhaltlich ein gescheites Instrument ist, um unserem Hauptproblem, der wachsenden Heterogentität der Schüler, zu begegnen.“

 

Klartext: Je heterogener die Schulklassen sind, desto weniger können wir in Tat und Wahrheit die Heterogenität in den Griff bekommen. Die Basisstufe wird so heterogen sein, dass kein vernünftiger Unterricht mehr möglich ist. Dann ist unser Ziel erreicht. Wer brauchbare Bildung will, soll dafür gefälligst an den Privatschulen bezahlen.

 

„Wir dürfen nicht populistisch sein.“

 

Klartext: Der Volkswille interessiert uns nicht im Geringsten. Wir wissen, was für uns und das Volk gut ist. Das war schon immer so. Schliesslich sind wir die Regierung.

 

„HarmoS ist die Struktur, der Bildungsraum definiert die Inhalte.“

 

Klartext: Um unser Ziel, die Ökonomisierung der Bildung, zu verwirklichen, müssen wir am Bildungsraum festhalten. Natürlich reicht zur Definierung der Bildungsinhalte die HarmoS-Struktur, aber das dürfen unsere Untertanen nicht erfahren. Es geht schliesslich in der Zukunft darum, Bildung teuer zu verkaufen.

 

„Aber Probleme wie die stärkere Individualisierung und der Bedarf nach Tagesstrukturen stellen sich uns trotzdem.“

 

Klartext: Mit einer stärkeren Individualisierung in einer heterogenisierten Basisstufe werden wir die Lehrkräfte vorsätzlich überfordern. Die Burn-Out-Rate wird markant ansteigen. Die Psychiatrisierung der ausgebrannten Lehrkräfte wird uns eine flächendeckende „Gedankenkontrolle“ ermöglichen. In Tagesschulen werden die Kinder zum Wohle des Staates sozialistisch indoktriniert.

 

„Wir haben eine Verbindlichkeit angestrebt, damit nicht eines der Parlamente durch brüske Bewegungen Grundsätze wieder infrage stellen kann.“

 

Klartext: Mit der vorsätzlichen Ausschaltung der Parlamente können wir HarmoS am Volk und an den Parlamenten vorbeimogeln. Das ist zwar völlig undemokratisch, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

 

„Wir haben einen Handlungsbedarf; das Basler Schulsystem hat ein schlechtes Image.“

 

Klartext: Es ist uns natürlich bekannt, dass im alten Schulsystem vor der Schulreform die Kinder optimal gefördert wurden. Mit der Einführung der OS ist die Heterogenität der Klassen vorsätzlich massiv gesteigert worden. Mit der Basisstufe werden die Klassen noch heterogener. Damit wird die Volksschule vorsätzlich entwertet. Kinder, die etwas lernen wollen, müssen an eine Privatschule. Mit der Privatisierung der Bildung zwingen wir beide Elternteile dazu, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Deshalb müssen wir zwingend die Tagesschulen massiv ausbauen.

 

„Ich habe noch niemanden getroffen, der gesagt hat, wir müssen gar nichts machen.“

 

Klartext: Allerdings hat auch niemand gesagt, man solle die Situation verschlechtern. Deshalb betonen wir in unserer Propaganda immer wieder die „Aufwertung der Schulen“. Dass die massive Zunahme der Heterogenität in den Schulklassen die Volksschule ins Chaos stürzen wird, ist beabsichtigt. Schliesslich ist Bildung eine Ware, die nicht umsonst zu haben ist. Die Volksschule wird zum Hütedienst umfunktioniert. Die Eliten werden ihre Kinder vermehrt an Privatschulen schicken. Bildung mit Qualität ist nach der Reform nicht mehr gratis.

 

„(Der Bildungsraum Nordwestschweiz) wird kommen. Wann, das ist eine andere Frage. Es braucht Zeit und noch viel offensives Erklären.”

 

Klartext: Der Bildungsraum Nordwestschweiz ist eine beschlossene Sache. Mittels Aushebelung der Demokratie und dank unserer gigantischen Propagandamaschinerie wird es uns gelingen, unser Vorhaben gegen den Willen des Volkes und der Lehrkräfte durchzusetzen.

 

 

Unsachliche Berichterstattung

March 30th, 2009 by BAZ-Leserbriefe

Im Namen der Geschäftsleitung des Lehrervereins Baselland (LVB) mache ich die Leserschaft darauf aufmerksam, dass weder der Titel “LVB sieht Kinder als Tyrannen” noch “Nein! Nein! Nein!” aus unserer Feder stammen. Diese Art von Berichterstattung erachten wir als unsachlich und diffamierend, wie die Reaktionen in den Leserbriefen zeigen, die uns einen sturen Ton vorwerfen. Wenn der zuständige Journalist zudem verschweigt, dass die Haltung der Verbandsgremien von seiner Delegierten- und Mitgliederversammlung zu 100 Prozent gestützt wird, müssen wir das akzeptieren. Wir empfehlen Interessierten, unsere Originalunterlagen auf www.lvb.ch zur Lektüre und sind dann gerne bereit, uns mit griffigen Gegenargumenten auseinanderzusetzen.

Bea Fünfschilling, Präsidentin LVB

Die Lehrpersonen ernst nehmen

March 26th, 2009 by BAZ-Leserbriefe

Das klare Nein des Lehrervereins Baselland zu den Schulreformplänen muss von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung ernst genommen werden. Wer kann besser darüber urteilen, wie sich Reformpläne im Schulalltag auswirken als die involvierten Lehrpersonen selbst, die sich berufsbedingt tagtäglich, mit pädagogisch-methodischen Fragen auseinandersetzen? Einmal mehr wird deutlich, dass von Theoretikern und Idealisten am Schreibtisch entworfene Reformen oft an den wahren Bedürfnissen einer “gewöhnlichen” staatlichen Schule vorbeizielen. Gerne zitierte Erfolgsmeldungen aus Modellschulen und Schulversuchen müssen wir kritisch beurteilen, denn die dortigen Rahmenbedingungen weichen oft stark ab. Häufig werden nur die Positiva registriert, während Probleme bagatellisiert werden. Viele angepriesene Neuerungen sind Schlagwörter, mit denen man schulpolitisch punkten kann. Die konkrete Umsetzung wird dann den Lehrpersonen überlassen, die sich, bei allfälliger Dysfunktionen alleine gelassen, gegenüber den Eltern rechtfertigen müssen.

André Guillaume, Binningen

Schlappe für Eymann

March 20th, 2009 by BAZ-Leserbriefe

Regierungsrat Eymann ist bekannt dafür, dass er immer wieder Probleme mit sog. “Mauscheln” bekundet. Diesmal entschied das Basler Zivilgericht allerdings gegen Eymann: Der Vertrag der Kunstmesse Scope sei klar gültig. Laut BaZ-Redaktor Christian Mensch soll sich Eymann im informellen Gespräch siegessicher gezeigt haben. Umso schmerzlicher dürfte die Niederlage vor Gericht den umstrittenen Regierungsrat getroffen haben. Unterdessen werden auch die Gerüchte immer konkreter, dass Eymann vor seiner Wahl zum Regierungsrat massiv bei seiner Steuererklärung gemauschelt haben soll. Unbestritten aber ist, dass sich der Vorsteher des Erziehungsdepartements Dr. Christoph Eymann persönlich für die rechtswidrige Zwangspsychiatrisierung eines völlig integren Lehrers stark gemacht hat. Allerdings gelang die beabsichtigte Zwangseinweisung nicht, weil der Lehrer in sämtlichen Situationen äusserst besonnen agiert hatte.  Jetzt hat das Basler Strafgericht abzuklären, ob die massiven Amtsmissbrauchs- und Nötigungs-Vorwürfe gegen neun Mitarbeiter von Regierungsrat Eymann gerechtfertigt sind. Offensichtlich können nur noch Richterinnen und Richter die Zunahme von Behörden- und Verwaltungswillkür erfolgreich unterbinden. Laut Eymanns Hofberichterstatter Peter Knechtli von online-reports habe es auch bei der Einschulung der jüngsten Tochter von Eymann “keine Mauscheleien” gegeben.

Lehrer rufen den Erziehungsnotstand aus

March 17th, 2009 by BAZ-Leserbriefe

Seit dem 16.3.09 gehört auch der BaZ-Journalist Michael Rockenbach definitiv nicht mehr zu den seriösen Journalisten, welche ihre Leser objektiv und ausgewogen informieren.  Verlautbarungsjournalismus oder Hofberichterstattung ist für die BaZ offensichtlich lukrativer als seriöse Recherche. Was Michael Rockenbach in seinem Artikel und Kommentar zur geplanten Basisstufe von sich gibt, ist reine Regierungspropaganda.  Die Sätze von Michael Rockenbach tönen so, als seien sie direkt vom Leiter Bildung Hans Georg Signer persönlich diktiert worden:

 

„Die Regierungen der vier Nordwestschweizer Kantone gehen zum Glück pragmatischer vor: Sie versuchen die Schulen den gesellschaftlichen Realitäten anzupassen und schlagen unter anderem die Schaffung einer Basisstufe vor, in der individuelles Lernen zum Programm wird.“

 

Es ist seit Orwells 1984 zwar bekannt, dass Regierungen immer bestimmen, was die Bevölkerung als Realität zu akzeptieren hat, in diesem Fall werden allerdings die Befürchtungen und Bedenken der Lehrkräfte aus Basel-Land  von Michael Rockenbach kurz und bündig böswillig als „Jammern“ abgekanzelt.  Das ist schade, denn die Lehrerinnen und Lehrer sind die wirklichen Experten im Bereich Bildung. Dass ein Kind in einer Klasse mit Kindergartenkindern und Primarschülern durchmischt nicht optimal gefördert werden kann, ist eine Tatsache und kann auch mit den manipulativsten Behauptungen der Bildungsfunktionäre und PR-Journalisten nicht wirklich glaubwürdig verdreht werden. Mit der Integration der Kleinklassenkinder in die Regelklasse haben die Bildungsverantwortlichen schon einige Lehrkräfte ins Burnout getrieben. Offensichtlich soll mit der geplanten Realisierung der Basisstufe das schon vor Jahren prognostizierte Drittel an Burnout-gefährdeten Lehrpersonen vorsätzlich erhöht werden.

 

Offiziell sollen die Sozialkompetenzen der Kinder mit der geplanten Basisstufe verbessert werden. Das heisst im Klartext, dass die älteren Kinder zu den jüngeren schauen und alle lieb und nett zu einander sind. Die Kinder sollen die „Errungenschaften“ der poltischen Korrektheit spielerisch erlernen und sich entsprechend verhalten. Ob die Lehrkräfte bei so viel Sozialromantik in derart heterogen zusammengesetzten Klassen den Kindern noch Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen können, ist offensichtlich zweitrangig. Damit outet sich die „Anpassung der Schulen an die gesellschaftlichen Realitäten“ als verordnete Massnahme zur vorsätzlichen Verdummung des Volkes. Der neue Mensch soll glauben, was man ihm sagt, nichts hinterfragen und sich laufend anpassen. Wer ungenügend lesen, schreiben und rechnen kann, wird in Zukunft umso leichter von der Elite über den Tisch gezogen. Das ist ganz im Sinne der Globalisten, welche die bewährten Schulstrukturen vorsätzlich zerstören, um in erster Linie ihre Macht zu sichern. Wissen ist Macht. Nichtwissen ist Ohnmacht. Deshalb ist die “vorgeschlagene” Basisstufe massiv abzulehnen.

 

Hans Wadenbeisser

Peter Knechtli, Regierungsrat Eymann und Stalinorgeln

November 23rd, 2008 by BAZ-Leserbriefe

Laut einer vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt in Auftrag gegebenen Studie ist ein Drittel der Basler Lehrkräfte Burnout-gefährdet. Der Stress der Lehrpersonen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Integration der Kleinklassenkinder in die Regelklassen, schwierige Eltern und die permanenten Reformen haben den Lehrkräften schwer zu schaffen gemacht. Auch langjährige Lehrpersonen haben ihre liebe Mühe mit den dauernden Veränderungen: Sie werden psychisch krank, greifen zu Medikamenten oder wählen in seltenen Fällen sogar den Freitod. Auch Regierungsrat Eymann empfindet ein „beklemmendes Gefühl“, allerdings nicht für die Befindlichkeit der angeschlagenen Lehrkräfte, sondern für sich selber. Er fühlt sich als Cyber-Mobbing-Opfer, weil er in letzter Zeit in verschiedenen Weblogs kritisiert wird. Unterstützung erhält er vom Online-Journalismus-Erfinder Peter Knechtli, der sich in seinem Artikel zum Thema Cyber-Mobbing schützend vor den angegriffenen Regierungsrat stellt und informative Weblogs wie „Behördenmobbing“ und „IG-Breitensport“ kurzerhand als „Stalinorgeln“ abqualifiziert. Peter Knechtlis Vergleich der anonymen Blogger mit Stalin, dem schlimmsten Massenmörder des 20. Jahrhunderts ist in hohem Masse ehrverletzend. Zu befürchten hat der Cyber-Polizist Peter Knechtli allerdings nichts, weil er genau weiss, dass die aus guten Gründen in die Anonymität geflüchteten Autoren, kein Interesse haben, mit einer Strafanzeige wegen Ehrverletzung ihre Anonymität aufzugeben. Dass die Staatsanwaltschaft lieber gegen angebliche Rassisten und Cyber-Kriminelle ermittelt, als gegen kriminelle Behördenmitglieder, ist bekannt. Kritik an Juden und Moslems wird aufgrund des Rassismusgesetz streng verfolgt. Kritik an Politikern und Behörden soll in Zukunft ebenfalls strafbar werden. Beat Voser, Leitender Staatsanwalt und Chef des Basler Kriminalkommissariats weiss schon lange, was er braucht, nämlich „Technologien, die effiziente Direktüberwachungen der Kommunikation über Internet und Mobiltelefonie ermöglichen“. Das dürfte auch im Sinne von LDP-Parteimitglied Yvonne Rueff-Bloch sein, die mit ihrem heuchlerischen Leser-Beitrag versucht, ihren in der Kritik stehenden Regierungsrat zu unterstützen. Viel differenzierter sieht es Alois-Karl Hürliman aus Berlin: „Die Kritik an der Lobbywelt, welche sich allgegenwärtig inszeniert, besitzt inzwischen weitreichende Möglichkeiten. Die Möglichkeiten werden genutzt – und erreichen oft das, was Mächtige irgendwelcher Institution häufig durch ihre „Kommunikation“ genannte Propagandatätigkeit verhindern möchten: Transparenz.“

Hans Wadenbeisser

Basel wird Nichtraucher-Stadt

October 2nd, 2008 by BAZ-Leserbriefe

Jetzt, nachdem es endlich gelungen ist, den Rauch aus allen öffentlichen Räumen zu verbannen, würde ich unseren Präventionsspezialist/-innen vorschlagen, die frei gewordenen Kräfte für ein Santiglaus-Verbot einzusetzen, verstösst diese Figur doch eklatant gegen den Gleichstellungsartikel und gefährdet die psychische Gesundheit von Klein- und Schulkindern mit der unverhohlenen Androhung von häuslicher Gewalt. Ist dieses dann erreicht, könnte mit ähnlichem Argumentatorium ein Waggis-Verbot angestrebt werden, damit würde nebenbei auch dem unerträglichen Rassismus gegenüber unseren elsässischen Nachbarn endlich ein Riegel geschoben.

Markus Diem, Basel

Regierungsrat Eymann und sein “Erfolgsmodell”

August 22nd, 2008 by BAZ-Leserbriefe

Ueber zehn Jahre lang war im Kanton Basel-Stadt das von den Linken propagierte Basler Schulmodell mit OS und WBS das „Erfolgsmodell“. Jetzt ist laut Regierungsrat Eymann plötzlich das Baselbieter Schulsystem das „Erfolgsmodell“. Warum hat Eymann 8 Jahre gebraucht, um zu merken, dass das Basler Modell nicht hielt, was es versprach? Hinter den neusten Umstrukturierungen stecken die Pläne der Zentralisten, die mit einem sozialistischen Staats-Schulsystem die Volks-Schulkinder im Sinne des Staates möglichst früh kontrollieren und indoktrinieren wollen. Um die sozialistische Gleichmacherei und Kontrolle in der gesamten Schweiz durchzusetzen, hat die EDK das Projekt “HarmoS” ins Leben gerufen. Hinter dieser Worthülse verbirgt sich ein gigantisches Umwälzungsprogramm, welches sämtliche elementaren pädagogischen Werte vorsätzlich zerstört. Nicht mehr das Wohl des Kindes und der Lehrkraft wird im Vordergrund stehen, sondern das Wohl des Staates und der Globalisten. Es sind die Sozialisten, die mit ihren Schlagworten wie „Gleichheit“ oder „soziale Gerechtigkeit“ die Realität bewusst vernebeln und damit den globalen Faschisten den Weg zur Weltherrschaft ebnen. Mit neuen Lerninhalten wie z.B. der „politischen Korrektheit“ oder „Gender“ werden die staatlichen Indoktrinationsanstalten die jungen Menschen auf ihre Zukunft als fleissige Arbeiter oder funktionierende Staatsdiener vorbereiten. Das selbstständige Denken der Schülerinnen und Schüler dürfte damit an den Volksschulen bewusst ausgemerzt werden. Globalisten wie Roche und Novartis werden ihre eigenen Privatschulen führen, in denen die Kinder der Elite optimal gefördert werden. Damit entsteht genau die Zweiklassengesellschaft, welche die Linken und die Gutmenschen angeblich verhindern wollen. Die Präsidentin des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB) Bea Fünfschilling bringt es auf den Punkt: „Bei den Schülern werden die Lernergebnisse sinken, bei den Lehrpersonen sinkt die Attraktivität des Berufs, mindestens 20 Prozent der Seklehrer werden ihre Stelle verlieren.“ Bravo, Herr Regierungsrat Eymann! Die Globalisten werden es Ihnen danken.

Schulen – kein “Jekami”

August 8th, 2008 by BAZ-Leserbriefe

Der grösste Irrtum der Basisstufe, an welcher 4- bis 8-jährige Kinder gemeinsam unterrichtet werden, liegt darin anzunehmen, dass die Kinder so individueller gefördert werden. Genau das Gegenteil wird der Fall sein: je grösser die Heterogenität, desto schwieriger gestaltet sich ein gerechter Umgang damit. Keine Lehrperson kann gleichzeitig 20 Kinder mit einem Altersunterschied von bis zu fünf jahren individuell fördern. Geplant sind 150 Stellenprozente pro Klasse. Nur: Unsere Kindergärten sind heute schon mit 110 bis 170 Stellenprozenten besetzt, an der Primarschule sind es pro Klasse rund 150 Prozent. Kinder ihren Begabungen entsprechend zu fördern, war schon immer die Absicht jeder Kindergarten- oder Primarschulperson. Dieses Reformvorhaben aber reiht sich nahtlos ein in die anderen im Bildungsbereich, welche alle dem Irrglauben erliegen, dass Strukturänderungen die Schule verbessern. Es ist höchste Zeit sich darauf zu besinnen, dass der Mensch im Zentrum der Bildung steht und deshalb ganz andere Themen im Vordergrund wären, wenn diese menschenwürdig gestaltet werden soll.

Christine Staehelin, Basel

SVP-Lapsus beendet Streit um Schulabstimmung

July 6th, 2008 by BAZ-Leserbriefe

Laut baz vom 5.06.08 kommt die Schulleitungsreform definitiv zustande – weil die SVP den Briefkasten nicht geleert hat. Der Basler SVP-Präsident Jean Henri Dunant gibt den peinlichen Fehler seiner Partei offen zu. Wer in Basel-Stadt seine Rechte wahrnehmen will, muss bekanntlich happige Kostenvorschüsse bezahlen, ansonsten allfällige Rechtsanspruche hinfällig werden. Mit der Nichtbezahlung dieses Kostenvorschusses durch die SVP ist die Schulleitungsreform ab sofort rechtmässig. Was bedeutet dies für die Schulen von Basel-Stadt? Ab sofort sind im Basler Bildungssystem sämtliche demokratischen Elemente ausgemerzt worden. Die Schulhausleitungen an der Orientierungsschule werden nicht mehr von den Lehrkräftekollegien demokratisch gewählt. Damit ist die totalitäre Hierarchie-Pyramide im Basler Schulsystem vollendet. Regierungsrat Dr. Christoph Eymann und sein Ressortleiter Hans Georg Signer werden mittels Volkschulleitung die neuen Schulleitungen so instruieren, dass systemkritische Lehrkräfte vorsätzlich ins Burn-Out manövriert werden. Wer nicht spurt wird dem Psychologen oder gar dem Psychiater zugeführt. Das neue Personalgesetz wird von den neuen Vorgesetzten zum Nachteil selbständig denkender Lehrkräfte willkürlich interpretiert. Wer nicht bedingungslos “kooperiert” und sich bedingungslos “loyal” zeigt, dem wird gekündigt. Wer gegen die Kündigung nicht rekurriert, verliert seine Anstellung. Der Ulich-Bericht hat gezeigt, dass ein Drittel der Basler Lehrkräfte Burnout gefährdet ist. Das ist in Wirklichkeit keine Prognose, sondern eine versteckte Drohung des Erziehungsdepartements. Alle, die sich gegen die neuen Leitungsstrukturen gewehrt haben, werden in die Burnout-Falle getrieben, wenn sie nicht kooperieren. Laut Ressortleiter Schulen Hans Georg Signer erfasst die Globalisierung zurzeit auch die Bildungssysteme. Der Ausdruck “Globalisierung” ist die Orwellsche Neusprech-Variante von Faschismus. Die Bildungssysteme sollen “harmonisiert”, die Lehrkräfte “genormt” werden. In der Sprachregelung der Globalisten ist von Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit die Rede. Die Sozialisten, die Steigbügelhalter der globalen Faschisten, unterwandern die Staatsverwaltung kontinuierlich. Im Kanton Basel-Stadt ist mit dem SVP-Lapsus der Bildungsfaschismus zur Realität geworden. Das pädagogische Konzept von Pestalozzi, die Kinder mittels Herz, Kopf und Hand zu fordern und zu fördern ist von den Linken und den Globalisten vorsätzlich zerstört worden. Ab sofort gilt im Bildungssystem Basel-Stadt die totalitäre Pädagogik der Globalisten.

Mehr Infos zum Thema auf: http://verwaltungsmobbing.swissblog.ch/